Wir nehmen mehr von unserem Planeten heraus, als eigentlich vorhanden ist. Und wir nehmen immer mehr, immer schneller. Wir verbrauchen zu viele Rohstoffe, verschmutzen zu viel Wasser, fangen zu viele Fische, essen zu viel Fleisch, schlagen zu viel Holz, produzieren viel zu viel Kohlendioxid. Wir erschöpfen die Reserven der Erde. Alle Menschen zusammen konsumieren derzeit 1,5 mal so viele Ressourcen, wie die Erde jährlich erneuern kann.

Würden alle Menschen so viele Ressourcen verbrauchen, wie wir es in Deutschland tun, bräuchten wir ca. 3 Planeten. Ein/e Europäer/in verbraucht durchschnittlich 43 kg Rohstoffe pro Tag. (nach Agrar-Koordination, KonsUmwelt, Verantwortungsvoller Konsum: www.konsum-welt.de)

In den letzten 50 Jahren haben wir mehr Güter und Ressourcen verbraucht, als alle Generationen vor uns zusammen. Natürliche Ressourcen sind jedoch nicht unendlich vorhanden. Wasser, Boden, Luft, Rohstoffe, aber auch unsere Wälder und die Artenvielfalt, sind die Lebensgrundlage unserer Erde, ihre Tragfähigkeit ist begrenzt.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurden ca. 60% der weltweiten Ökosysteme geschädigt oder übernutzt. Abholzung der Wälder, Rückgang der Fischbestände, Wasserknappheit, Verschmutzung von Böden und Wasser, Klimawandel, Verlust der Biodiversität sind die Folgen.